NBK Neuer Berliner Kunstverein
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Zeitgenössische Fotokunst aus Frankreich 

29.8. - 11.10. 1998 

Isabelle Arthuis, Valérie Belin, Stéphane Couturier, Valérie Jouve, Jean-Luc 
Moulène, Florence Paradeis, Eric Poitevin, Georges Rousse, Pierre Savatier, 
Bruno Serralongue, Georges Tony Stoll, Patrick Tosani 
  

Als konsequente Fortsetzung unserer Serie, die sich mit zeitgenössischer Fotokunst verschiedener Länder auseinandersetzt, stellt der Neue Berliner Kunstverein in diesem Jahr die aktuelle Fotoszene Frankreichs vor. Mit Hilfe von kenntnisreichen Beratern in Frankreich, wie Régis Durand, Direktor des Centre National de la photographie in Paris, wurde eine Auswahl von zwölf Künstlern (Isabelle Arthuis, Valérie Belin, Stéphane Couturier, Valérie Jouve, Jean-Luc Moulène, Florence Paradeis, Eric Poitevin, Georges Rousse, Pierre Savatier, Bruno Serralongue, Georges Tony Stoll, Patrick Tosani) getroffen, die zwar keineswegs das breite Spektrum der gegenwärtigen französischen Fotokunst zu repräsentieren vermag, was sie aber kann, ist einen guten Einblick in die Art und Weise zu ermöglichen, wie mit der Fotografie im Kunstkontext in Frankreich gearbeitet wird. 

Obwohl die hier präsentierten Künstler keine homogene Strömung bilden, zeigt ihre Annäherung zur Frage des Verhältnisses zwischen fotografischem Bild und realer Welt eine gewisse Kohärenz, und was Régis Durand als ihre Gemeinsamkeit in der "Schaffung von fotografischen Objekten" ansieht, definiert er gleichzeitig als eine der wichtigsten Charakteristika der heutigen französischen Situation im Bereich der Fotokunst. 

Er sieht trotz dieser Verbindung drei voneinander abweichende Tendenzen, die sich in ihren Beziehungen zu unterschiedlichen Raumbegriffen zu erkennen geben: erstens das Verhältnis zum architektonischen, vor allem städtischen Raum, zweitens zum gesellschaftlichen Raum und schließlich zum sogenannten "Sehraum", der für eine bestimmte Idee von elementaren Grundlagen der Malerei - wie Licht und Schatten, Volumen und Fläche, Farbe und Komposition - steht. An diesen drei Strängen entlang - wobei die Grenzen oft fließend sind - baut sich ein Gesamtbild auf, das in der Lage ist, grundlegende Aspekte der französischen Fotokunst der 90er Jahre einem deutschen Publikum zu vermitteln. 

Zur Ausstellung, die anschließend an drei weiteren Orten gezeigt wird (Städtische Galerie Göppingen, Städtisches Museum Zwickau und Hallescher Kunstverein) erscheint ein 144-seitiger, zweisprachiger Katalog (deutsch/französisch) im Verlag Umschau/ Braus zum Preis von 35,- DM. 

Das Projekt wurde von der AFAA (Association Francaise d'Action Artistique, Paris), der Elf Oil Deutschland GmbH, der Air France und des Instituts Français Berlin finanziell und organisatorisch unterstützt.