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verborgene Stadt" von Gusztáv Hámos
Eine
Studio-Ausstellung vom 29. Juni bis 28. Juli 2000
Am Mittwoch, 28. Juni 2000, 19 Uhr findet unsere letzte "Treffpunkt NBK" - Veranstaltung vor der Sommerpause statt. Es werden Videoarbeiten des Medienkünstlers Gusztáv Hámos zum Thema Berlin gezeigt und anschließend eine Studio-Ausstellung mit seinen neuen Fotoarbeiten eröffnet. Der Kunstjournalist und Vizepräsident der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg, Matthias Flügge, wird dazu einige Worte sprechen. Gusztáv Hámos wurde 1955 in Budapest geboren und lebt seit 1979 in Berlin. Er studierte 1980-84 an der DFFB in Berlin, wo er seit 1995 als Dozent für Video tätig ist. Er nahm an wichtigen Ausstellungen teil ("Videokunst in Deutschland" Nationalgalerie Berlin, Biennale Venedig, documenta 8 u.a.) und erhielt zahlreiche Auszeichungen. Seit 1980 hat Hámos das Medium Video in seine multimediale Arbeitsweise integriert. Inhaltlich hat ihn von Anfang an die Frage nach Identität einerseits und die Suche nach Realität andererseits fasziniert. In der Themenwahl greift er auf Gestalten der Literatur oder der Filmwelt zurück. Seit Beginn der 90er Jahre beschäftigt er sich intensiv mit den digitalen Bildmedien. Seit der politischen Wende gilt sein Interesse sowohl historischen Themen in Zusammenhang mit seinem Heimatland Ungarn als auch der Entwicklung seiner Wahlheimat, der Stadt Berlin.
Die Fotoausstellung "Die verborgene Stadt" ist eine Hommage an Walter Ruttmann. Sein Berlin ist unauffindbar, behauptet Hámos. Politik und Wirtschaft haben in sieben Dekaden Ruttmanns geliebtes Berlin zugeschüttet. Die Fotografien von Gusztáv Hámos zeigen eine ephimere Stadt, die sofort nach dem Ablichten verschwindet. Sie ist nur sichtbar durch die reflektierenden Oberflächen Berlins und sonst bleibt sie verborgen. "Warum zieht mich das Verlorengangene an? Warum interessiert das Verborgene?" fragt der Künstler und antwortet darauf: "Im Verborgenen könnte möglicherweise das Verlorengeglaubte zu finden sein. Im Verborgenen kann ich vielleicht Hinweise auf das Verlorengegangene finden." Dauer
der Ausstellung: 29. Juni - 28. Juli 2000
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