NBK Neuer Berliner Kunstverein
Chausseestr. 128/129, 10115 Berlin, Tel (030) 280 70 20; Fax (030) 280 70 19;<nbk(at)nbk.org>
 
 


Home
Home
NBK allgemein
NBK general info
Ausstellungen
Exhibitions
Treffpunkt NBK
Meeting Point NBK
Artothek
Artothek
Video-Forum
Video-Forum
NBKstudio
NBKstudio
Öffnungszeiten
Opening hours

Programmvorschau / Preview

Folgende Ausstellungen und Veranstaltungen sind im Neuen Berliner Kunstverein vorerst bis Oktober 2008 geplant / The follwing exhibitions and events will take place in the Neuer Berliner Kunstverein initially until October 2008:

Die ersten beiden Ausstellungen des Jahres sind noch unter der Direktion von Dr. Alexander Tolnay geplant. Ab Juni wird sich der NBK mit einem neuen Profill unter der Leitung von Marius Babias präsentieren. /The first two shows in 2008 are still planned under the artistic directory of Dr. Alexander Tolnay whereas from June 2008 on the NBK will present itself with a new profile under the appointed director Marius Babias.



7. März - 13. April                  Christiane Möbus

Die an der Berliner UdK lehrende Christiane Möbus zählt zu den wichtigsten deutschen Künstlerinnen der Gegenwart und zu den Vertreterinnen einer künstlerischen Praxis, welche zur Erweiterung des Kunstbegriffes schon früh beitrug und die heutigen Möglichkeiten skulpturaler Arbeit ebenso poetisch wie präzise auslotet. Christiane Möbus beschäftigt sich hauptsächlich mit Objekt-Kunst und arbeitet mit den unterschiedlichsten Materialien. Das Sammeln von Gegenständen verschiedenster Art ist eine Grundlage für ihr Schaffen. Es sind mehrere Aspekte, die sie an den Dingen interessieren: sowohl ihr Form- und Materialcharakter, als auch die Spuren gelebten Lebens, die sich an ihnen finden lassen. Indem sie die gefundenen und erfundenen Objekte miteinander kombiniert, gibt sie ihnen einen veränderten Charakter und eröffnet damit neue Bedeutungsräume. Unsere Präsentation, eine Rauminstallation, welche die Künstlerin eigens für die Räume des NBK entwirft, ist die erste Einzelausstellung der Künstlerin in einer öffentlichen Institution in Berlin.


Juni -  Juli                                    Silke Wagner
 

Die erste Ausstellung des neuen Direktors Marius Babias präsentiert die Ausstellungs- und Nutzungsräume des NBK in neuer Struktur. Es sollen dauerhaft neue flexible Nutzungszonen entstehen, die sowohl die Grundversorgung mit Ausstellungen sicherstellen als auch neue Aspekte der Kunstvermittlung und der öffentlichen Nutzung aktivieren sollen. Im Einzelnen sollen folgende Zonen neu definiert werden: Ausstellungsraum, Vortrags- und Kommunikationsraum, Infopoint Artothek und Video-Forum. Durch die Neuakzentuierung der Räumlichkeiten verspricht sich der neue Direktor eine stärkere Präsenz und Resonanz der NBK-Aktivitäten in der Berliner Öffentlichkeit. Neben der NBK-eigenen Artothek und Video-Forum, die so stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken sollen, werden auch weitere Player des Berliner Kulturlebens in die neue Raumstruktur eingebunden, u. a. die Universität der Künste und die Buchhandlung Walther König.
Die raumskulpturalen Displays werden von der Künstlerin Silke Wagner (geb. 1968) entwickelt. Silke Wagner arbeitet in und mit der Öffentlichkeit: Wagners Arbeiten erschließen einen neuen Bereich jenseits der angestammten künstlerischen Medien und Aktionsfelder, sie schaffen Angebote für Kommunikation und Interaktion und schließen die Kunst an gesellschaftliche Entwicklungen an. Die Neudefinition der Ausstellungs- und Nutzungsräume des NBK ist ein künstlerisches Projekt, das ein neuartiges Vermittlungsformat bereitstellt, an dem die BesucherInnen und die Öffentlichkeit teilhaben können. Die skulpturalen Präsentationsdisplays sind autonome künstlerische Werke, die von den BesucherInnen als Materialien- und Infopool genutzt werden können. Dieses Projekt ist Silke Wagners erste umfassende Einzelpräsentation in einer deutschen Institution.


August - September                     German Angst

“German Angst" ist nach der Neupräsentation der Ausstellungs- und Nutzungsräume des NBK die erste programmatische Gruppenausstellung des neuen Direktors Marius Babias. Die Ausstellung verbindet mehrere Aspekte, die dem NBK ein schärferes inhaltliches Profil verleihen und eine stärkere Verankerung im Berliner Kunst- und Kulturleben sichern sollen. In Berlin lebende deutsche und nicht-deutsche Künstlerpersönlichkeiten werden eingeladen, darunter zwar international sehr geachtete, aber in Berliner Institutionen nicht gezeigte KünstlerInnen, sowie neue Positionen, die erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. “German Angst" versteht sich als Spiegelbild im doppelten Sinne: Es thematisiert die deutsche Befindlichkeit und den Zeitgeist 2008, und es spiegelt anhand der ausgewählten KünstlerInnen die Vitalität und Internationalität der Berliner Kunstszene wieder. Die Ausstellung will ein Statement liefern zur Frage, welche existenziellen Inhalte die zeitgenössische Kunst formulieren kann - gerade in Berlin, der Stadt mit der größten Dichte an KünstlerInnen und Galerien in Europa. Kulturpolitisch will die Ausstellung die Diskussionen um die Notwendigkeit einer Berliner Kunsthalle nutzen, um für den NBK eine führende Rolle als aktueller Ausstellungs- und Diskursort zu reklamieren.


27. - 31. Oktober                               40 Jahre 68

Conceptual Art from the Bay Area
Eine Veranstaltung des Video-Forums

Ergänzend zu dem 2008 geplanten Aktivitäten innerhalb Berlins, in der die Kunstszene der 1960er/70er Jahre in Paris, Berlin und Prag unter die Lupe genommen wird, organisiert das Video-Forum eine Projektwoche, die den Blick auf die in dieser Zeit gleichfalls aktive Kunstszene der Bay Area (San Francisco, Oakland, Berkeley) an der Westküste der USA lenkt. Der NBK bietet an fünf Abenden innerhalb einer Woche ein jeweils 90minütiges Abendprogramm mit Künstler-Videos und -Gesprächen an. Die Veranstaltungen finden in den  Ausstellungsräumen statt.

In den 1960er/70er Jahren galt die Bay Area als Mekka experimenteller Lebens- und Kulturformen. Doch viele der entstandenen künstlerischen Experimente sind heute weder in den USA noch in Europa präsent. Mit dem Programm werden Videoarbeiten von Konzeptkünstlern der Bay Area vorgestellt. Diese zeugen von dem Denken der Zeit und von deren Einfluss auf die Kunst. Vor allem aber weisen sie auf das Phänomen der Vernetzung hin, dem Zusammenspiel unterschiedlicher Genres wie Musik, Theater, Tanz, Performance, Kunst.

Mit Beiträgen von: Bruce Nauman, Terry Fox, Paul Kos, Tom Marioni, Dennis Oppenheim, Tony Labat, David Ireland und Howard Fried. Die Arbeiten werden vornehmlich aus dem Pacific Film Archive in Berkeley sowie von den Künstlern direkt ausgeliehen. Es ist geplant, einige der beteiligten Künstler zu Gesprächen einzuladen. Außerdem findet das Projekt in Kooperation mit dem Museum Ludwig in Köln statt, für das Hans Winkler ein größeres Programm zur Bay Area-Szene vorbereitet.